apodiktisch
Adjektiv · gehoben [apoˈdɪktɪʃ]
Bedeutung
Keinen Widerspruch duldend: So gesagt, als gäbe es darüber nichts zu diskutieren.
Wörtlich: Wörtlich aus dem Griechischen: beweiskräftig, so wie ein Beweis, der etwas aufzeigt und danach keine Frage mehr offenlässt.
Beispiele
- „Tee kommt nie im Beutel auf den Tisch“, erklärte die Großtante apodiktisch.
- Kant formulierte seinen kategorischen Imperativ apodiktisch: Er gilt ohne Wenn und Aber, für jeden Menschen und zu jeder Zeit.
So benutzt man es
Bildungssprachlich und meist kritisch, in Rezensionen, Debatten und Feedback über Leute, die Meinungen als Tatsachen verkünden. Präziser und weniger verletzend als „rechthaberisch“.
Herkunft
Griechisch apodeiktikos, ‚beweiskräftig‘, zu apodeiknynai, ‚aufzeigen, beweisen‘. Bei Aristoteles ist die Apodeixis der strenge Beweis, an dem nicht zu rütteln ist. Der heutige Ton ist eher Kritik an zu viel Gewissheit.
Statt …
Statt „bestimmt“. Apodiktisch duldet keinen Widerspruch.
