die Apotheose
Substantiv [apoteˈoːzə]
Bedeutung
Erhebung eines Menschen zum Gott. Heute auch glanzvolle Verherrlichung oder ein prachtvolles Schlussbild, etwa am Ende einer Oper.
Beispiele
- Nach seinem Tod erhob der römische Senat Julius Caesar zum Gott, eine Apotheose samt Tempel.
- Die Apotheose des Abends kam zum Schluss: Crêpes, am Tisch flambiert, und das ganze Restaurant applaudierte.
So benutzt man es
Bildungssprachlich, in Feuilleton, Opern- und Kunstkritik für glanzvolle Schlussbilder oder maßlose Verklärung. Ironisch passend, wenn ein Promi zum Halbgott stilisiert wird.
Herkunft
Griechisch apothéōsis, ‚Vergöttlichung‘. Roms Kaiser wurden nach dem Tod oft zu Göttern erklärt, und Vespasian spottete laut Sueton sterbend: ‚Weh, ich glaube, ich werde ein Gott.‘
Statt …
Statt „Höhepunkt“. Die Apotheose ist der Höhepunkt als Vergöttlichung: überhöht, feierlich, eine Spur zu viel.
