den Bock zum Gärtner machen
Redewendung [deːn ˈbɔk t͡sʊm ˈɡɛʁtnɐ ˈmaxn̩]
Bedeutung
Ausgerechnet dem eine Aufgabe übertragen, der ihr am meisten schadet.
Wörtlich: einen Ziegenbock, der alles Grüne frisst, als Gärtner einsetzen
Beispiele
- Den Naschkater zum Hüter der Keksdose zu ernennen hieße, den Bock zum Gärtner zu machen.
- Rom ließ Provinzsteuern von privaten Pächtern eintreiben, die kräftig in die eigene Tasche wirtschafteten: den Bock zum Gärtner gemacht.
So benutzt man es
Umgangssprachlich und spöttisch, beliebt im Politikkommentar und bei Postenbesetzungen mit Interessenkonflikt. Im eigenen Team ausgesprochen sorgt es für Gelächter oder für Stress.
Herkunft
Ein Ziegenbock frisst alles Grüne. Wer ihn zum Gärtner macht, setzt genau den ein, der den größten Schaden anrichtet. Das Bild ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und lebt vom offensichtlichen Widersinn.
