einen Bärendienst erweisen
Redewendung [aɪ̯nən ˈbɛːʁəndiːnst ɛɐ̯ˈvaɪ̯zn̩]
Bedeutung
Jemandem in guter Absicht helfen, dabei aber Schaden anrichten.
Wörtlich: Ein Dienst wie der des Bären in der Fabel, der eine Fliege verscheuchen will und dabei seinen schlafenden Freund mit einem Stein erschlägt.
Beispiele
- Die Nachbarin goss seine Kakteen im Urlaub jeden Tag und erwies ihm damit einen Bärendienst: Sie sind alle verfault.
- Wer den Pinguinen Pommes zuwirft, erweist ihnen einen Bärendienst, seufzt der Zooleiter. Den Bären übrigens auch.
So benutzt man es
Bildhaft und leicht vorwurfsvoll, in Politik, Familie und Job. Typisch: jemandem einen Bärendienst erweisen. Benennt gut gemeinte Pannen, ohne dem Helfer böse Absicht zu unterstellen.
Herkunft
Aus einer Fabel La Fontaines (1678): Ein Bär will seinem schlafenden Freund eine Fliege vom Gesicht verscheuchen, wirft einen Stein und erschlägt den Freund. Gut gemeint, tödlich ausgeführt.
