der Euphemismus
Substantiv · gehoben [ɔɪ̯feˈmɪsmʊs]
Bedeutung
Ein milder oder indirekter Ausdruck für etwas Unangenehmes.
Wörtlich: Wörtlich aus dem Griechischen: das gute Reden, also etwas Unangenehmes so freundlich benennen, dass es nicht mehr beißt.
Beispiele
- Aus Furcht nannten die Griechen ihre Rachegöttinnen „Eumeniden“, die Wohlgesinnten: ein Euphemismus.
- Der Makler nannte die Einzimmerwohnung „gemütlich“, ein Euphemismus für elf Quadratmeter.
So benutzt man es
Bildungssprachlich und oft entlarvend gemeint, in Medienkritik, Politik und Firmenkommunikation: „Freisetzung“ statt Kündigung. Wer das Wort im Gespräch fallen lässt, zeigt, dass er die Schönfärberei durchschaut.
Herkunft
Griechisch euphēmismós, von eu, ‚gut‘, und phēmē, ‚Rede‘. Ein frühes Beispiel liefern die Griechen selbst: Die gefürchteten Rachegöttinnen nannten sie vorsichtshalber Eumeniden, ‚die Wohlgesinnten‘.
Statt …
Statt „beschönigen“. Der Euphemismus mildert das Unangenehme.
Statt „Ersatzwort“.
