das Menetekel
Substantiv · gehoben [meneˈteːkl̩]
Bedeutung
Ein unheilvolles Warnzeichen, das kommendes Unglück ankündigt. Gehoben.
Beispiele
- Die ersten Wespen im Weinglas waren ein Menetekel: Das Picknick dauerte keine zehn Minuten mehr.
- In Heines Ballade ‚Belsazar‘ erscheint das Menetekel als Flammenschrift an der Wand.
So benutzt man es
Gehoben und düster, in Kommentar, Rede und Feuilleton, wenn ein Ereignis als Warnung gedeutet wird: Die Wahlschlappe ist ein Menetekel für die Partei. Im Alltag wirkt es schnell überdramatisch.
Herkunft
Aus dem Buch Daniel: Beim Festmahl des Königs Belsazar schreibt eine geisterhafte Hand die Worte „Mene mene tekel u-parsin“ an die Wand. Daniel deutet sie als Ankündigung vom Ende seines Reiches.
Statt …
Statt „Hinweis“.
